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Research Detail

05.07.2018 / Erste Group Research

Global Strategy Q3 2018


Der wirtschaftliche Aufschwung ist solide aber derzeit mit höherer Unsicherheit behaftet. Während die Fed graduelle Zinserhöhungen umsetzt, wird die EZB die Zinsen bis über den Sommer 2019 unverändert lassen. Renditen von deutschen Staatsanleihen sollten nur langsam steigen, sichere Veranlagungen sind in diesem Umfeld allerdings nicht sehr beliebt. Die anhaltend guten Fundamentaldaten unterstützen die Aktienmärkte und IG-Hybrid- sowie HY-Unternehmensanleihen.


Konjunktur: Die Aussichten für eine Wachstumsbeschleunigung der US-Konjunktur in diesem Jahr sind gut. Der massive fiskale Stimulus hinterlässt seine Spuren, insbesondere der private Konsum zeigte sich im Q2 sehr dynamisch. Der Handelsstreit konnte der US-Wirtschaft bis jetzt nicht merklich schaden. Bis dato sind die betroffenen Volumen gering und es ist zu früh mittelbare Auswirkungen auf die Konjunktur durch die Verunsicherung, die der Handelsstreit mit sich bringt, einzuschätzen. Die Inflation sollte in den kommenden Monaten leicht ansteigen, die Risiken sind nach oben gerichtet. Die Wachstumsdynamik in der der Eurozone hat sich etwas abgeschwächt und wir rechnen auf Gesamtjahressicht mit einem marginal niedrigeren BIP-Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die jüngste Schwächephase des Euro sollte die Exportdynamik stützen, allerdings könnte der Handelsstreit den Außenhandel belasten. Gleichzeitig sollte der Binnenkonsum und die Investitionstätigkeit im 2. HJ robust bleiben. Die EZ-Inflation sollte heuer leicht auf 1,6% im Durchschnitt steigen.




Anleihen: Die EZB hat den geldpolitischen Kurs bis weit ins Jahr 2019 festgelegt. Die Netto-Wertpapierankäufe sollen bis Jahresende endgültig beendet werden und Reinvestitionen abreifender Anleihen aus dem Bestand sollen lange nach dem Ende der Nettoankäufe fortgeführt werden. Das wichtigste Signal betraf die weitere Zinsentwicklung. Demnach sollen die Zinsen mindestens über den Sommer 2019 auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Die Renditen sollten deshalb und auch aufgrund politischer Krisen nur langsam ansteigen. Die US-Notenbank hingegen geht weiterhin davon aus, dass graduelle Zinserhöhungen notwendig sein werden. Wir erwarten daher bis Jahresende noch 2 Zinsanhebungen (September und Dezember). Die US-Handelspolitik hat zu einer Verunsicherung an den Finanzmärkten geführt. Die 10jährige Treasury-Rendite pendelt derzeit nahe 2,9%. Wir rechnen bis Jahresende mit moderaten Renditeanstiegen.


Währungen: Mangelnde Zinsspekulationen für die Eurozone sollten den Euro gegenüber dem US-Dollar (graduelle Zinsanhebungen) weiter schwächen. Durch eine Fortsetzung des globalen Aufschwungs erwarten wir eine schrittweise Abschwächung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro, sofern es zu keiner Ausweitung von politischen Spannungen kommt. Bei Gold erwarten wir eine Seitwärtsbewegung.

Aktien: Angesichts der höheren Unsicherheit sollten Indizes entwickelter Märkte eine bessere Performance aufweisen als jene der Schwellenländer. US-Aktien sollten wiederum eine relative Stärke im Vergleich zum europäischen Aktienmarkt aufweisen. In Summe erwarten wir einen Anstieg der globalen Indizes – bei erhöhter Volatilität – in einer Spanne von 0% bis +5%.

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Allgemeine Informationen

AutorErste Group Research
Datum05.07.2018
Sprachede
ProduktnameGlobale Strategie
Thema im FokusAktien, Makro und Zinsen, Unternehmensanleihen, Währungen
Volkswirtschaft im FokusDeutschland, Eurozone, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ungarn, Vereinigte Staaten
Währung im FokusEuro, Kroatische Kuna, Polnischer Zloty, Rumänischer Leu, Schweizer Franken, Serbischer Dinar, Tschechische Krone, Türkische Lira, Ungarischer Forint, US Dollar
Sektor im Fokus-
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